Dienstag, 16.01.2018 , 19.30 Uhr im wortreich Bad Hersfeld Benno-Schilde-Platz 1

Vortrag Dr. Marion Feld 

 

 

Johann Joachim Winckelmann

„Edle Einfalt, stille Größe“

 

 

Johann Joachim Winckelmann entstammte einfachen Verhältnissen und wurde am 9. Dezember 1717 in Stendal geboren. Als ein typisches Kind seiner Zeit, der Aufklärung, ist es ihm gelungen, durch Fleiß, Belesenheit und herausragende persönliche und wissenschaftliche Leistungen Anerkennung zu erlangen und schließlich auch bedeutende Aufträge zu erhalten und außergewöhnliche Posten zu besetzen. Sein Traum, Griechenland zu bereisen und das antike Olympia zu finden und auszugraben, hat sich zwar nicht erfüllt; aber ihm wurde aufgrund seiner Kenntnisse und Urteilskraft als erstem Ausländer die Betreuung der antiken Altertümer Roms anvertraut.

Noch in Dresden entstand eine erste, Aufsehen erregende Publikation, in der er u. a. der erst kurz zuvor erworbenen „Sixtinischen Madonna“ Raphaels eine der Antike verwandte „edle Einfalt und stille Größe“ zuerkannte. Seine zweibändige „Geschichte der Kunst des Altertums“ wurde in ganz Europa und Amerika rezipiert und löste einen Geschmacks- und Stilwandel aus, den wir Klassizismus nennen. Die in seinen vergleichenden Forschungen erarbeiteten Kriterien und Methoden – darunter auch der heute noch verwendete Stilvergleich und das genaue Betrachten – sowie seine sprachliche Meisterschaft setzten Maßstäbe und Grundlagen für die Entstehung der wissenschaftlichen Fachrichtungen der Altertumswissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte. Nicht umsonst wird er deshalb gerne als deren Begründer und „Vater“ bezeichnet.

Schon zu Lebzeiten bekannt und berühmt, wurde er auch von den Weimaranern – unter ihnen der junge Goethe –  sehnsüchtig erwartet, als bekannt wurde, dass er eine Reise in seine Heimat antreten werde. Doch die Reise war von Schwermut überschattet und wurde vorzeitig abgebrochen. Das Leben Winckelmanns fand am 8. Juni 1768 ein dramatisches Ende, als er auf seiner Rückreisestation Triest ermordet wurde. Nicht zuletzt aufgrund personeller Verbindungen und einiger schriftlichen Hinterlassenschaften wurden in Weimar dann die ersten deutschen Winckelmann-Ausgaben ediert und waren mit Auslöser für die sog. Weimarer Klassik, die bis heute als Namen einer Stiftung fortlebt.

Der Vortrag ist daher nicht nur eine Würdigung der Person Winckelmanns und seines Schaffens anlässlich des Doppeljubiläums (Dezember 2017 als 300. Geburtstag und Juni 2018 als 250. Todestag), sondern er gibt durch seine Lebensstationen und der mit ihm verbundenen Personen Einblick in eine Art geistiges Netzwerk der Zeit und damit Ausblick auf das Nachwirken Winckelmanns und seiner Schriften bis weit hinein ins 19. Jahrhundert – ja bis in heutige Zeiten.

Übersicht: Saison 2016/2017

 

Datum                 Referenten                                  Thema

 

25.10.2016         Hugo Wieg                                    Ein  Abend mit Mozart-Opern

08.11.2016         Dr. Michael Fleck                          Sokrates

22.11.2016         Stephan Schulz                             Südafrika in 3D

29.11.2016         Prof. Dr. Karl-Friedrich Pohlmann   Die Entstehung des Korans

06.12.2016         Susanne Völker                             Grimmwelt Kassel

13.12.2016         Naomi Schenck                             Mein Grossvater stand vorm Fenster                                                                                                    und trank Tee Nr. 12

17.01.2017         Eva Demski                                  Autorinnenlesung - (entfällt, s.o.)

21.01.2017 (Sa)    Detlev Jöcker                                   Kinderliedermacher Konzert                                 14.02.2017         Dr. Michael Farrenkopf                   „Mythos Kohle“ – Schachtanlagen des                                                                                                  Ruhrbergbaus in der Werksfotografie

21.02.2017         Wladimir Kaminer                         Lesung

07.03.2017         Prof. Dr. Thomas Fröhlich              Geschichte der Meßtechnik von                                                                                                            Archimedes bis zur Atomzeituhr

21.03.2017         Dr. Manfred Wagner                      Arthur Schopenhauer und das Geld

 

Die Mitgliederversammlung des Kulturbundes Bad Hersfeld e.V. fand am Mittwoch, 29.3.2017, 19 Uhr im Gemeinderaum der Martinskirche, Schlippental 39, Bad Hersfeld, statt.

 

 

Referent Dr. Manfred Wagner: "Wie kaum ein anderer Philosoph war Arthur Schopenhauer in Gelddingen bewandert. Bevor er die Gelehrtenlaufbahn einschlug, durchlief er die schulische und praktische Ausbildung eines Kaufmanns. Ebenso wichtig für seine Weltklugheit waren die Reisen mit seinen Eltern, die ihn durch nahezu alle westeuropäischen Länder führten. Er sollte im Buch der Welt lesen. Durch den frühen Verlust des Vaters erbte er schon im Alter von 21 Jahren ein beträchtliches Vermögen, das ihm zeitlebens die für ihn so wichtige Freiheit und Unabhängigkeit sicherte, die er für die Entfaltung seines Genies benötigte.

 

Dieses Erbe hat er klug verwaltet und bewahrt, ja er hat es mit Zähnen und Klauen verteidigt. Er verwechselte weder Geiz mit Sparsamkeit, noch nutzte er sein Vermögen für unnötigen Luxus. Seine Einstellung gegenüber Geld und Vermögen widerspricht eklatant dem heutigen Zeitgeist der unersättlichen Gier. Ihm war klar, dass die Erfüllung materieller Wünsche sofort die nächsten gebiert und keineswegs zum irdischen Glück beiträgt. Wir können aus seiner Philosophie schöpfen, wenn wir umsetzbare Ratschläge für unser tägliches Leben erwarten. Aus der Art und Weise, wie er für den Erhalt seines Vermögens kämpfte, vor allem aber, wie segensreich er dieses zum Wohle für die Allgemeinheit genutzt hat, können wir heute noch lernen, Nutzen ziehen und Hochachtung davor haben. Seine leidenschaftlichen Briefe in Geldangelegenheiten geben uns Einblick in seine Sorgen und Zukunftsängste; sie werfen zudem ein Licht auf seinen Charakter."

 

 

  

Geschichte der Messtechnik

 

Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft ist eng mit der Technikentwicklung und besonders mit der Messtechnik verbunden. Heute wird überall in der Technik und auch in allen Bereichen des täglichen Lebens gemessen. Die Messtechnik ist so allgegenwärtig, dass man sie nur selten bemerkt. Gemessen wird seit mindestens 4000 Jahren. Die ältesten Balkenwaagen und Sonnenuhren aus dem antiken Ägypten und China sind wahrscheinlich noch deutlich älter. Die Entwicklung physikalischer Messgeräte (Fernrohr, Mikroskop, Barometer, Thermometer) begann im 17. Jahrhundert. Die neuzeitliche Messtechnik brach mit der Meterkonvention an, ein 1875 geschlossener internationaler Vertrag, in dem der Vorläufer des internationalen Einheitensystems (SI-System) beschlossen wurde. Das SI entstammt nicht nur den Erfordernissen der Wissenschaft sondern ist auch das vorherrschende Maßsystem der internationalen Wirtschaft. In Deutschland sind die SI-Einheiten als gesetzliche Einheiten für den amtlichen und geschäftlichen Verkehr eingeführt. Das Urkilogramm, ein kleiner Zylinder aus einer Platinlegierung, ist zwar sicher unter einer Glasglocke in der Nähe von Paris verwahrt, wird aber dummerweise immer leichter. Die Ursache dafür ist unklar - seit Jahren. Dringlich ist die Suche nach einem Ersatz für den über 100 Jahre alten Metallzylinder. Eine Möglichkeit ist es, das Kilogramm als Maßeinheit über eine  Zahl zu definieren: Wie viele Siliziumatome braucht man, damit ein daraus hergestellter Kristall genau ein Kilogramm schwer ist? Damit wäre es möglich, die Einheit Kilogramm auf eine Naturkonstante zurückzuführen und das Urkilogramm nach über Hundert Jahren in den Ruhestand zu schicken.

 

Herr Professor Dr.-Ing. habil. Thomas Fröhlich (Jahrgang 1969) studierte, promovierte und habilitierte an der TU Ilmenau und meldete mehrere Patente an. Er forschte von 1992-2000 an der TU Ilmenau auf den Gebieten Temperaturmesstechnik, Luftfeuchte, hochgenaue Kraftmesstechnik sowie Signalverarbeitung und Störgrößenkompensation. Seine Habilitationsschrift mit dem Titel „Temperaturkompensation von Präzisionsmessgeräten“ diskutiert die Möglichkeit der Modellierung des statischen und dynamischen Temperaturverhaltens von Messgeräten. Aufbauend auf vielfach verwendete Verfahren zur statischen Temperaturkompensation und auf Erkenntnissen der Regelungstechnik und der Systemidentifikation werden Methoden zur Modellbildung entwickelt, um sie in Messsystemen zur Reduzierung unerwünschter Temperatureinflüsse einzusetzen. Während seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Prozessmess- und Sensortechnik schloss er ein Zweitstu-dium am Institut für Mathematik der TU Ilmenau erfolgreich als Diplom-Mathematiker ab.
Von 2001 bis 2009 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sartorius AG Göttingen, zuletzt als Entwicklungsleiter im Bereich Massekomparatoren tätig. Er befasste sich dort mit der hochgenauen Massebestimmung mittels Komparatorwaagen und der Massemetrologie, und war u.a. verantwortlicher Projektleiter für die Entwicklung des 1 kg-Prototypkomparators in Ko-operation mit dem Bureau International des Poids et Mesures (BIPM), der Sartorius AG Göttingen und dem Institut für Prozessmess- und Sensortechnik der TU Ilmenau. Mit diesem Prototypkomparator ist es möglich, 1-kg-Prototypgewichte mit einer Standardabweichung von unter 50 Nanogramm im Vakuum und in Luft hochpräzise und zuverlässig zu verwiegen.
Herr Thomas Fröhlich wurde von der Technischen Universität Ilmenau 2009 auf die Professur „Prozessmesstechnik“ berufen. Das Institut für Prozessmess- und Sensortechnik der Fakultät für Maschinenbau, das Herr Prof. Fröhlich seit 2010 leitet, ist weltweit führend auf dem Gebiet der Kraftmess- und Wägetechnik.

s. a.  www.wladimirkaminer.de/  und: https://www.randomhouse.de/Buch/Meine-Mutter,-ihre-Katze-und-der-Staubsauger/Wladimir-Kaminer/Manhattan-Hardcover/e478329.rhd#trailer

Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte »Russendisko«. Mit der gleichnamigen Erzählsammlung sowie zahlreichen weiteren Büchern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands. Alle seine Bücher gibt es als Hörbuch, von ihm selbst gelesen.

... und selbstverständlich steht der Erfolgsautor mit dem Gogol'scehn Humor am reich gedeckten Büchertisch zum Signieren zur Verfügung...

 

sogar mit seinem neuesten Werk: Goodbye, Moskau. Betrachtungen über Russland.

 

Einlass: 19.00 Uhr

Beginn: Stadthalle Bad Hersfeld, 19.30 Uhr, Wittastr. 5

 

Kartenvorverkauf: Hoehlsche Buchhandlung, T. 06621-14773

Informationen: info@kulturbund.eu 

„Mythos Kohle. Schachtanlagen des Ruhrbergbaus in der Werksfotografie“

 

Dr. Michael Farrenkopf, Bochum

 

Ende 2018 wird mit der Stilllegung der letzten beiden Bergwerke in Nordrhein-Westfalen die Steinkohlenförderung in Deutschland endgültig eingestellt. Damit geht eine mehr als 250-jährige Ära zu Ende, die für die gesamte Industrialisierung und auch als energetische Basis der frühen Bundesrepublik Deutschland in der Phase des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg Prägekraft hatte. Bereits seit den 1960er-Jahren ist der Steinkohlenbergbau insbesondere im Ruhrgebiet, wo in den 1950er-Jahren noch rund 150 Bergwerke existierten, sukzessive auf dem Rückzug. Im Rahmen eines sozialverträglichen Anpassungsprozesses fand seither ein umfassender Strukturwandel statt, wobei die „Metropole Ruhr“ heute eine Vielzahl der ehemaligen Standorte der Schwerindustrie bewahren und zugunsten einer besonderen Industriekultur neu in Wert setzen konnte.

 

Zu den kulturellen Highlights der Region zählt auch das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) – eines der acht Forschungsmuseen der Bundesrepublik. Dort wurde 1969 mit dem Bergbau-Archiv Bochum das zentrale Wirtschaftsarchiv für die Branche des deutschen Bergbaus eingerichtet. Es verwahrt heute rund 6500 laufende Meter Archivgut, das vorrangig die Altregistraturen von Bergwerksunternehmen, von Bergbauverbänden und -vereinen sowie knapp 200 Nachlässe von Privatpersonen mit Bezügen zum Bergbau umfasst. Innerhalb dieser Archivbestände befindet sich eine Vielzahl historischer Fotografien, die häufig als Auftragsarbeiten der Montanunternehmen entstanden sind.

 

Neben dem Bergbau-Archiv verfügt das DBM über eine zweite Stelle, die Fotografien mit bergbaulichem Bezug vorhält. Es handelt sich dabei um eine Fotothek, deren Bestand über Jahrzehnte gezielt gesammelt worden ist. Insgesamt beläuft sich die fotografische Überlieferung heute auf über 150.000 Aufnahmen in nahezu allen ab Ende des 19. Jahrhunderts gängigen Formen, Formaten und Trägermaterialien. Verwaltet werden sie geschlossen innerhalb des 2001 gegründeten Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) beim DBM, das unter anderem das Bergbau-Archiv und die Fotothek einschließt. Der Vortrag wird vor allem eine enge und gezielte Auswahl aus den zahlreichen historischen Fotografien des DBM präsentieren. Dabei stammen die frühesten Aufnahmen aus den 1870er-Jahren.

 

Michael Farrenkopf, 1966, Studium der Geschichte, Publizistik und Kunstgeschichte an den Universitäten Mainz und Berlin; Promotion über „Schlagwetter und Kohlenstaub. Das Explosionsrisiko im industriellen Ruhrbergbau (1850–1914)“ an der TU Berlin; seit 2001 Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) mit den Bereichen Bergbau-Archiv, Bibliothek/Fotothek sowie Museale Sammlungen beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum; Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum sowie am Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg; seit 2014 Mitglied im Direktorium des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.

 

Im Sauseschritt - Neues Liederprogramm von Detlev Jöcker -

Der Kinderliedermacher Detlev Jöcker  präsentiert auf seiner aktuellen „Sauseschritt Tournee" neben seinen bekanntesten Spiel- und Bewegungshits auch viele seiner neuen Kindersongs. 

 

Trailer unter https://youtu.be/ep4ngzX0aJk

s.a. www.osthessen-news.de/n11550061/bekannter-kinderliedermacher-detlev-joecker-kam-ohne-arabella-wirbelwind.html

 

Die Erfolgsautorin verrät mehr über sich und ihre zahlreichen Veröffentlichungen unter http://www.eva-demski.de/

 

 

 

DIE VERANSTALTUNG MUSS LEIDER AUSFALLEN, DA DIE SCHRIFTSTELLERIN ERKRANKT IST.

 

Wir wünschen gute Besserung!

Naomi Schenck - (c) alle Bildrechte bei Peter-Andreas Hassiepen
Naomi Schenck wurde in Santa Monica geboren, wuchs in Mülheim an der Ruhr auf und studierte Malerei und Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1996 arbeitet sie als Szenenbildnerin für Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2005 veröffentlicht sie

Mehr zur Grimmwelt Kassel finden Sie unter: 

 

www.grimmwelt.de/aktuell/willkommen-in-der-grimmwelt-kassel/

 

www.grimmwelt.de/grimmwelt-kassel/ueber-uns/

 

www.grimmwelt.de/aktuell/der-8-zwerg/

 

 

 

„Die Entstehung des Korans. Neue Erkenntnisse aus Sicht der historisch-kritischen Bibelwissenschaft" -  am Dienstag, 29.11.2016, um 19.30 Uhr Veranstaltung des Kulturbundes Bad Hersfeld e.V. in der Modellschule Obersberg, Am Obersberg 25. Referent Prof. Dr. Karl-Friedrich Pohlmann 

Am Mittwoch, 30.11.2016, schließt sich eine Diskussion mit Schülern der Modellschule Obersberg an (Organisation Herr Oberstudienrat Hans-Ullrich Brand).

  

In der gleichnamigen Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft heißt es: Der gesamte Inhalt des Korans wird in der Regel ausnahmslos von Mohammed hergeleitet. Dass dies keinesfalls stimmen muss, legt Pohlmann in seiner Untersuchung dar. Zunächst referiert er den gegenwärtigen Stand der Koranwissenschaft und gibt dann einen Überblick historisch-kritischer Methoden der Bibelexegese.

Ist es in der heutigen Bibelwissenschaft Standard, Fragen der Autorschaft und Entstehungszeit biblischer Schriften ergebnissoffen auf dem Weg historisch-kritischer Textanalyse aufzuarbeiten, so ist die konsequente Anwendung solcher Methoden auf den Koran bisher doch eher eine Seltenheit.

Genau diese wendet Pohlmann anschließend auf längere Passagen des Korans an und kommt zu dem Ergebnis, dass nach Mohammeds Tod nicht nur eine Phase der Zusammenstellung und Sortierung seiner Verkündigung stattgefunden hat, sondern zumindest in Teilen auch inhaltliche Änderungen und Ergänzungen vorgenommen wurden.

 

Karl-Friedrich Pohlmann geb. 1941, war von 1981 bis 2006 Professor für Altes Testament an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Es sind von ihm  zahlreiche Veröffentlichungen zu den Prophetenbüchern des Alten Testaments erschienen.  

 

 

 

 

Begleiten Sie den bekannten 3D Fotografen und Filmemacher Stephan Schulz auf eine imposante Traumreise durchs südliche Afrika. Aus der Luft, an Land und unter Wasser! Sie beginnt in Kapstadt und endet auf dem Gipfel des Kilimanjaro. Dazwischen liegen bekannte Traumziele wie die roten Dünen der Namibwüste, die donnernden Victoriafälle oder die gigantische Gnu-Migration der Serengeti. Noch spannender sind die unbekannteren Seiten wie die bunten Unterwasserwelten des Tanganjika- und Malawisees oder die südafrikanische Wild Coast mit ihrem Sardine Run - dem spektakulärsten Tierereignis des Kontinents. Jedes Jahr im südafrikanischen Winter ziehen gigantische Sardinenschwärme an Südafrikas Ostküste entlang und locken mit Haien, Delfinen und Kaptölpeln eine riesige Armada von Räubern an. Das größte Zusammentreffen von Jägern und Gejagten auf unserem Planeten.

Die 3 - D Brillen erhalten Sie zu Beginn der Veranstaltung vom Kulturbund.

Bitte beachten: Die Veranstaltung findet im Buchcafé Am Brink statt.

 

Homepage des Referenten: www.schulz-3d.de/

 

 

Dr. Fleck schreibt: kaum eine Gestalt hat die abendländische Philosophie in ähnlicher Weise beeinflusst wie Sokrates, der im Jahre 399 vor Christus in Athen wegen Missachtung der Götter und Verderbens der Jugend angeklagt, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Und doch gibt es keinen einzigen von ihm gesprochenen oder geschriebenen Satz, der unmittelbar Auskunft über sein Philosophieren geben kann. Der Vortrag geht der Frage nach, was wir aus den verschiedenen Quellen, vor allem den Schriften Platons, über den historischen Sokrates in Erfahrung bringen können.

 

 

Hugo Wieg hat in fast 40 Jahren nahezu alle Mozartpartien gesungen, die meisten Mozart-Opern selbst inszeniert und spricht aus Sicht des Sängers und Regisseurs über Mozarts Leben und Werk. Die Kernthemen Gott – Natur – Tod, die die bis heute unübertroffene kompositorische Arbeit Mozarts geprägt haben, vermag Wieg, der vielen aus den Aufführungen der Opernfestspiele in Stiftsruine bekannt ist, mit Begeisterung im Bach-Haus zu vermitteln.

 

Kulturbund Bad Hersfeld e.V.

Hoher Besuch im Kulturbund Bad Hersfeld: nach gut besuchten literatur- und kunstgeschichtlichen Abenden in Stadthalle und Buchcafé freut sich der Vorsitzende Karl-Heinz Barthelmes besonders darauf, für das naturwissenschaftliche Thema den international anerkannten Physiker Prof. Dr. Karl Jakobs von der Universität Freiburg begrüßen zu dürfen. Er ist am Dienstag, 8.3.2016, um 19.30 Uhr zu Gast in der Stadthalle, Konferenzraum 2. Kartenvorverkauf Hoehlsche Buchhandlung, Tel. 06621-14773: 8€/ erm. 5€.Weitere Informationen www.kulturbund.eu bzw. Gruppenanmeldung T. 06621-2801.

Den Forschungsstand aus erster Hand teilt der Naturwissenschaftler mit in seinem Vortrag:

 

 

Von der Entdeckung des Higgs-Teilchens zur

Suche nach Dunkler Materie

-Neues zur Forschung am CERN-

 

Prof. Dr. Karl Jakobs

Universität Freiburg   

 

Mit der Entdeckung des Higgs-Teilchens durch die beiden großen Experimente ATLAS und CMS am Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf, wurde ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung der fundamentalen Bausteile der Materie und der zwischen ihnen wirkenden Kräfte erreicht. Seit Jahrzenten war eine zentrale Frage der Physik, wie elementare Teilchen ihre Masse erhalten. Trotz dieser Entdeckung bleiben weitere wichtige Fragen offen, z.B. gibt es neue Arten von Materie? -und wenn ja, können diese die beobachtete Dunkle Materie im Universum erklären?

 

Im Juni 2015 hat am CERN eine neue Datennahmeperiode begonnen. Mit der Rekordenergie von 13 Tera-Elektronenvolt –nahezu doppelt so hoch wie bisher- werden Protonen in dem 27 km langen Teilchenbeschleuniger zur Kollision gebracht. Damit wird ein neuer Energiebereich zugänglich in dem nach Antworten auf die oben angegebenen Fragen gesucht wird. Im Vortrag werden Einblicke in die spannende Forschung am CERN und der heutige Kenntnisstand vermittelt.

 

Forschung

 

Seit mehr als 20 Jahren ist Prof. Dr. Karl Jakobs an den Experimenten der Teilchenphysik bei höchsten Energien beteiligt. So forschte er an verschiedenen Experimenten am CERN in Genf und am US-Forschungslabor Fermilab in der Nähe von Chicago. An der Konzeption, am Bau und an der Datenanalyse des ATLAS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC) war er maß­geblich, seit Anfang der 1990er Jahre, beteiligt. Für seine herausragenden Beiträge zur Entdeckung des Higgs-Teilchens erhielt er 2015 die Stern-Gerlach-Medaille, die höchste  Aus­zeich­nung für experimentelle Leistungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Neben der Erforschung des Higgs-Teilchens steht die Suche nach sogenannten supersym­metrischen Teilchen im Vordergrund seines Interesses. Darüber hinaus ist er an der Entwicklung von hochauflösenden Siliziumdetektoren zur präzisen Vermessung der Bahnen geladener Teilchen beteiligt. 

Der Zoo

die multimediale Lesung mit Thomas Sbampato

 

Als Fotograf und Buchautor hat sich Thomas Sbampato seit über 15 Jahren auf Abenteuer Reportagen über den Norden Nordamerikas spezialisiert. Der Fokus ist dabei auf das Zusammenleben von Mensch und Natur, die Schnittstelle der Lebensräume von Zivilisation und Wildnis gerichtet.

 

Seit 2009 hat der Autor in über 800 Vorträgen an Schulen und Bibliotheken in der Schweiz und Deutschland aus seinem Sachbuch „Mein Grosses Buch der Bären“ aus dem Knesebeck Verlag, mit Fotos und Filmen in äusserst unterhaltsamer Art über Eis-, Braun-  und Schwarzbären live berichtet und so über 30‘000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den schonenden Umgang mit der Umwelt, sowie für die Akzeptanz der grössten Landraubtiere der Erde und deren Lebensraumerhaltung sensibilisiert.

 

Thomas Sbampato wurde im Verlauf der Vorträge und unzähligen Gesprächen mit Zuschauern klar, dass die wenigsten im Publikum jemals mit der Wildnis in Berührung kommen werden. Der Zoo ist somit die einzige Begegnungsstätte, wo alle Menschen Zugang zu den wilden Tieren haben können und es ist einfach ein Unterschied, ob man die Tiere im Fernsehen, in Büchern, auf Grossleinwand sieht oder sie in voller Grösse erleben, riechen und eventuell sogar berühren kann. Der Zoo ist zwar nicht die freie Wildbahn und wird sie auch nie ersetzen können, aber nach jahrelanger Wildniserfahrung im engen Kontakt mit Tieren ist der Autor überzeugt, dass die Zootiere in modernen Gehegen mit genügend Auslauf- und Beschäftigungsmöglichkeiten ein erfülltes Leben führen können.

 

Das Buch setzt sich mit den Fragen auseinander, die nicht nur Kinder wissen wollen oder möchten Sie nicht auch erfahren, wo die Tiere aus dem Zoo eigentlich herkommen? Können sie sich in ihren Gehegen überhaupt wohlfühlen? Welche unterschiedlichen Aufgaben müssen erledigt werden, damit ein Zoo gut funktioniert? Und ist «Zoodirektor» wirklich so ein toller Beruf? Thomas Sbampato geht diesen und vielen weiteren Fragen in seinem Buch «Besuch im Zoo» nach. Filme aus dem Zooalltag, die per QR Code mit dem Handy, Tablett oder Computer abgerufen werden können, ergänzen das Buch und vertiefen die Erlebnisse und helfen aufzuzeigen, wie ein moderner, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen geführter Zoo funktioniert. Für die Bilder und Interviews besuchte der Autor in den vergangenen zwei Jahren zwölf führende Zoos in Deutschland, Österreich, Kanada und der Schweiz.

 

„Als Sachbuchautor bemühe ich mich die Thematik so interessant, lebensnah und altersgerecht wie nur möglich mit Film und Fotos live kommentiert im Vortragsstil zu präsentieren“, sagt Sbampato. Die etwas andere „Lesung“ mit Beamer beschränkt sich dabei nicht nur auf die eigentliche Thematik, sondern er berichtet auch über die Entstehung der Bücher, die Arbeit als Autor und Journalist und trägt so massgeblich zur Lust am Lesen bei.  

 

Weitere Informationen zu den Büchern  und Lesungen auf www.sbampato.ch

 

IRLAND - Bis ans Ende der Welt. Eine live präsentierte Multivision von Hartmut Krinitz *)

 

Auf einer Küstenlänge von über 3000 Kilometern erstrecken sich vom milden Südwesten über das Karstland des Burren, die Weiten Connemaras und bis hinauf in den rauen Donegal und zur Antrim Coast zahlreiche irische „Enden der Welt“ in den Nordatlantik.

 

In seiner Multivision „Irland - Bis ans Ende der Welt“ erzählt Hartmut Krinitz von Heimat und Exil, von grandiosen Landschaften und eigenwilligen Charakteren, von der Allpräsenz des Meeres und der irischen Musik und Literatur, die ihren Weg in die fernsten Winkel der Erde fanden. Er berichtet von Wallfahrten, Festen und Pferdemärkten, von Touren mit dem Kajütboot und zu Fuß in einer weiten Landschaft, erlebt die Auferstehung James Joyces´ in Dublin und zeigt den einzigen Ort in Irland, an dem es nie regnet.

 

Irland ist für viele Reisende ein ewiges Sehnsuchtsland.

Doch die Iren selbst verließen im Laufe der Jahrhunderte millionenfach ihre Heimat, weil die karge Krume nur einen Teil der Kinder ernährte. Sie zogen hinaus zu anderen Enden der Welt und  blieben doch „Eire“ verbunden - durch ihr Heimweh und die Musik.

 

Nach über 25 Reisen und einem Gesamtaufenthalt von mehr als 2 ½ Jahren versteht sich „Irland - Bis ans Ende der Welt“ als eine große Hommage an ein kleines Land und seine Bewohner, die mit ihrer heiteren Melancholie und der entschleunigten Lebensart oft wie ein Gegenentwurf zu dem auf Effizienz getrimmten Dasein unserer Tage wirken.

 

Hartmut Krinitz gilt als einer der profundesten Irlandkenner Deutschlands.

Mit „Bis ans Ende der Welt“ präsentiert er bereits seine dritte Multivision zu einer Insel,

die er seit über 30 Jahren intensiv und mit großer Zuneigung bereist und zu der er bereits

5 Bildbände und zahlreiche Kalender und Magazinbeiträge bei renommierten Verlagen veröffentlicht hat. Er wurde für seine Multivisionen mit dem Prädikat LEICAVISION ausgezeichnet, das für herausragende Fotografie und Rhetorik vergeben wird.Der professionelle Reisejournalist ist Mitglied der etablierten Bildagentur laif in Köln, im Vorstand der GBV (Gesellschaft für Bild und Vortrag), berufenes Mitglied der DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie) und Autor eines Lehrbuches zu Diavorträgen.

Krinitz ist berufenes Mitglied der DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie) und zählt zu den gefragtesten Vortragsreferenten im deutschsprachigen Raum.

 

Durch regelmäßige, oft monatelange Aufenthalte gewinnt Hartmut Krinitz einen sehr persönlichen Bezug zu den bereisten Ländern und Städten. Bei seinen Vorträgen verbindet er hochklassige Fotografie, Literaturauszüge, Originaltöne und fundierten Live-Kommentar zu einem eigenständigen Stil.

 

Pressestimmen (Auszug)

„Unser absoluter Favorit!“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Faszinierende Bilder – anschauliche Texte“ Die Zeit

„Der Poet unter den Vortragsreferenten“ Thüringer Zeitung

„Eine Steigerung ist kaum mehr denkbar“ Süddeutsche Zeitung

Weitere Informationen und Fotos unter www.hartmut-krinitz.de

 

Der Kulturbund dankt für die erneute erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Buchcafé, Verein für Kultur und Kommunikation e.V., Brink 11, 

 

 

 

 

Claus Fussek zu Gast im Kulturbund

Ein Streifzug durch die Pflegelandschaft Deutschland

Claus Fussek aus München ist vielen bekannt durch Sendungen aus Rundfunk, Fernsehen und Presse.  Ob aus dem ARD Report „Nachtwache“, West ART Talk oder Süddeutscher Zeitung (20.10.2015), stets sieht er den pflegebedürftigen Menschen im Mittelpunkt. Selbst vom Fach dankt er allen, die sich für Mitmenschen einsetzen. Zugleich nimmt er kein Blatt vor den Mund (aktuelles Buch: „Es ist genug! Auch alte Menschen haben Rechte“), wenn es um die Benennung von Missständen landauf  landab geht. Wie Pfarrer Karl-Heinz Barthelmes mitteilt, freut sich der Vorstand des Kulturbundes auf die Möglichkeit der Aussprache zu einem mit vielen Tabus belegten Thema. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit der Aussprache mit dem engagierten und sachkompetenten Referenten.  Im Vortrag kommen die Unsicherheit im Umgang mit der eigenen Endlichkeit ebenso zur Sprache wie die Last von Menschen, die an die Grenzen der Belastbarkeit bei der Betreuung von Angehörigen kommen, sei es in der häuslichen, ambulanten oder stationären Pflege. In der ihm eigenen Gründlichkeit sieht Fussek die Verzahnung aller gesellschaftlichen Kräfte: selbstbestimmtes Leben im Alter, Bestellung von Betreuern, Personalschlüssel und- Schulung  Altenpflege, Seniorenheimen und Kliniken, Interessenlagen beim Gesetzgeber und in der Politik, in der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie, der Essensversorgung, Finanzierung von Hilfsmitteln bis zur Sterbebegleitung. Ein Thema also, das alle angeht: wer versorgt uns wie im Alter, wenn die Tage kommen, von denen wir vielleicht sagen, sie gefallen uns nicht. Zuständigkeit und Verantwortung: „Würdevolle Pflege ist machbar und bezahlbar…!“ – so jedenfalls die These von Claus Fussek.

Beginn: 19.30 Uhr Stadthalle Bad Hersfeld.

Eintritt: 8.- €, erm. 5.-€, Vorverkauf: Hoehlsche Buchhandlung, T. 14773, Rückfragen zur Sache können auch per Mail gerichtet werden an: info@kulturbund.eu

Kulturbund: Literarischer Höhepunkt - Bestsellerautorin Zoë Jenny liest im Buchcafé

 

Zum literarischen Höhepunkt der laufenden Saison lädt der Kulturbund Bad Hersfeld die Erfolgsautorin Zoë Jenny nach Bad Hersfeld ein. Die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Zoë Jenny veröffentlichte mit 23 Jahren "Das Blütenstaubzimmer" mit über einer halben Million Auflage und Übersetzung in 27 Sprachen. In ihrem siebten Buch "SPÄTESTENS MORGEN" (Frankfurter Verlagsanstalt) sind zwölf Kurzgeschichten, die ohne "Gaga, Blabla und Trallala" die hohe Schreibkunst der short story meisterhaft beherrschen.

Zoë, griechisch Leben, und Leben ist Triebfeder ihres Schreibens, das "immer aus dem Schmerz kommt". Ihre Texte öffnen die Fenster der Verwundbarkeit von Leben; Narbenschau ohne Nabelschau.  Ein zusammengeklappter Notenständer, ein Fährmann und eine Riesenradfahrt etwa genügen, um in äußerster Kürze den Schicksalsbruch einer Siebenjährigen künstlerisch wiederzugeben. Unter Auslassung aller ausschweifender Motive wird ein Krisenaugenblick, eine Krisensituation auf das Notwendige reduziert. Im Anschluss an ihre Lesung im Buchcafé wird die Autorin Fragen aus dem Publikum beantworten falls dies gewünscht ist.

Beginn: 19.30 Uhr Buchcafé, Bad Hersfeld,  Brink 11. Vorverkauf 8.-/ erm. 5.- Hoehlsche Buchhandlung. info@kulturbund.eu für weitere Informationen.

 

 

 

Maria Antas‘ Reise in die Welt des Putzens beginnt in der Kindheit. Als mit Eimer und Schrubber hantiert wurde, die Mutter den Boden noch auf Knien scheuerte, der Teppichklopfer aus Weidenholz zum Einsatz kam. Die Teppichstange Kindern als Turngeräte diente. Nach dem Wochenputz am Freitag am Sonntag noch einmal »aufgefrischt« wurde (meistens vom Vater), weil es ganz normal war, dass unangemeldet Gäste hereinschneiten.

Zu Hause roch es frisch, alles glänzte, die Bettwäsche knisterte. Alles hatte seine Ordnung. Und Putzen war eine Tugend.

Heute heißt Ordnung Feng Shui und das Putzen delegiert man am liebsten an andere. Nicht so Maria Antas. Es ist eine Freude, zu sehen, wie sie aus dem Putzen wieder eine Tugend macht. Wie sie zu traditionellen Methoden zurückkehrt und trotzdem ein Loblied auf die Mikrofaser singt. Wie sie sich über die neuen bunten Flaschen der Putzmittel freuen kann. Wie sie ihrer Leidenschaft fürs Mangeln frönt. Und sich schließlich doch zerknirscht eingestehen muss, dass sie auf die nächste Folge von »Downton Abbey« verzichten will, weil ihr nicht gefällt, wie dort das weibliche Putz- und Küchenpersonal vorgeführt wird.

Maria Antas Geschichten rund ums Putzen, von Kat Menschik hinreißend farbig illustriert, präsentieren nicht nur eine beschwingte Anleitung zum Putzen, sondern auch eine heitere, aber ernst zu nehmende Kulturgeschichte des Putzens. Sie zeigt, wie sich unser Alltag, und damit unser Putzverhalten, verändert hat. Ihre Geschichten wecken selbst bei der modernsten Leserin den Wunsch, sich auf der Stelle eine Mangel anzuschaffen und sich in selbstbestickte Bettwäsche zu legen.

Aus dem Finnlandschwedischen von Ursel Allenstein. Mit Illustrationen von Kat Menschik, Quelle: Suhrkamp 2015

Das Zeitalter der Bruegels

Der Vortrag widmet sich dem künstlerischen Schaffen der Bruegel-Familie, die mit vier Generationen bis weit ins 17. Jahrhundert hineinreicht und die Entwicklung der niederländischen und flämischen Malerei entscheidend geprägt hat. Deshalb werden neben der Betrachtung ausgewählter Werke und ihrer Entstehungszusammenhänge auch zeitgeschichtliche und stilistische Hintergründe erläutert. Im Zentrum steht Pieter Bruegel d. Ä. (1523/30-1569), der als „Bauernbruegel“ schon viele zeitgenössische Sammler begeisterte. Wenig ist über ihn bekannt, und nur ca. 40 Bilder sind überliefert. Seine beiden Söhne Pieter Bruegel der Jüngere („Höllenbruegel“) und Jan Bruegel der Ältere („Samt- oder Blumenbruegel“) haben – jeder auf seine Weise – die väterlichen Themen aufgegriffen, gewissermaßen die Werkstatttradition fortgeführt, obwohl sie beim Tod des Vaters noch Kleinkinder waren. Doch auch die weiblichen Familienmitglieder haben Anteil am Ruhm der Bruegel-Dynastie, sei es als eigenständige Malerin oder als Bindeglied zwischen den Generationen, indem sie – zumeist mit Malern verheiratet – wiederum weitere Malerpersönlichkeiten hervorbrachten.    -   Dr. Marion Feld

 

 

Die Lesung mit Dr. Volker Michels findet im Buchcafé, Verein für Kultur und Kommunikation e.V., Brink 11, statt. 

"Die Tat beginnt immer mit dem Traum"- Zur Aktualität des Schriftstellers Stefan Zweig. Dr.Volker Michels, langjähriger Lektor im Suhrkamp und Insel Verlag, u.a. Herausgeber mehrerer Bücher von und über Stefan Zweig und Initiator der neuen Edition seiner Gesammelten Werke im S. Fischer Verlag, kann in seinem Vortrag über das Leben und Werk eines der weltweit beliebtesten und in fast alle Sprachen übersetzten Dichters auf bisher unbekanntes Quellenmaterial zurückgreifen. Auch Zweigs Schicksal im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Gründe für seinen Freitod im Brasilianischen Exil werden dabei in bisher seltener Anschaulichkeit rekonstruiert. Ein weiterer Aspekt dieses Vortrags untersucht die Ursachen für die Indifferenz des deutschen Kulturbetriebs gegenüber einem Autor, der in aller Welt nach wie vor präsenter und erforschter ist als in seinem eigenen Sprachgebiet. Wie die Geschäfstführerin des Vereins für Kultur und Kommunikation Mercedes Thiel und der Kulturbundvorsitzende Karl-Heinz Barthelmes der Presse mitteilten, ist diese Lesung die erste von drei Veranstaltungen in Kooperation.im Buchcafé.

 

 

09.12.2014 Dr. Timo Güzelmansur, CIBEDO Frankfurt, Christentum und Islam in Konkurrenz. Der Islam Herausforderung und Chance der Kirche

 

 

18.11.2014 Matthias Hanke, Fotograf, Braunschweig, Faszination Norwegen

                                                                                                                                

 

28.10.2014 Dr. Marion Feld, Kunsthistorikerin, Eschwege, Karl der Große (814/2014)

     

 

 

 

 

 Dr. Michael Peters, Erlangen

Stadthalle, Konferenzraum 2

19.03.2013

"Wenn der Ozean sauer wird - Weltmeere und Klimawandel."

Prof. Dr. Mojib Latif leitet den Forschungsbereich Ozeanzirkulation und Klimadynamik.. Er ist Verfasser wissenschaftlicher Artikel und mehrerer Bücher zum Thema Klimawandel. Latif ist Mitautor der Weltklimaberichte 2001 und 2007. Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel(GEOMAR)

Stadthalle, Konferenzraum 2

05.03.2013

„Hurriya heißt Freiheit.

Die arabische Revolte und die Frauen - eine Reise durch Ägypten, Tunesien und Marokko"

Aus organisatorischen Gründen musste der Vortrag zur neuen Koranübertragung mit Prof. Dr. Hartmut Bobzin verschoben werden. Hierfür konnte der Kulturbund Bad Hersfeld Frau Dr. Necla Kelek gewinnen. Sie stellt ihr aktuelles Buch über ihre Reise mit ihrem Mann durch Ägypten und die Mahgrebregion vor. Im Anschluss an ihre Lesung besteht die Möglichkeit zum Gespräch.

Dr. Necla Kelek, Berlin

Dietmar Schmid, Internationalphotography

Stadthalle 

26.02.2013

„La PROVENCE, Poesie der Sinne“

Der Profifotograf Dietmar Schmid hat für diese landesweit größte Multivisionsshow über den Südosten Frankreichs fast drei Jahre von den Seealpen bis zur Camargue fotografiert und recherchiert: die Sehnsuchtslandschaft zwischen Himmel und Meer, zwischen Alpen und Rhone-Delta. Die Griechen brachten Wein und Oliven, die Römer Arenen und Tempel, die Päpste Paläste. Der Natur gelang es, sich ein Stück unwegsames Sumpfgebiet zu bewahren-die Camargue.

Stadthalle, Konferenzraum 2

15.01.2013   

„Stellvertretung. Die bewegende Geschichte eines Begriffs.“

Ein rhetorisch brillanter, mit allen Wassern humanistischer Bildung gewaschener Theologe, der mutig proklamiert: „Luther gehört uns nicht“, wenn es um die Lutherdekade geht und sich mit Sätzen wie „Der Mensch ist doch kein Ringelwurm“ in die aktuellen Streitfragen von Theologie und Biologie einmischt.

Dr. Stephan Schaede , Direktor der Evangelischen Akademie Loccum

Stadthalle,  Konferenzraum 2

11.12.2012

"Ein neuer Blick auf Buddha und seine Lehre"

Der gebürtige Bad Hersfelder Arztsohn und Sinologe, Nachfolger von Gotthold Ephraim Lessing und amtierender Direktor der international renommierten Bibliothek gibt einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand des Dialoges mit dem Buddhismus.

Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel

Stadthalle, Konferenzraum 2

27.11.2012

 „Entstehung und Bedeutung der Kathedralen“

Die beliebte Referentin schließt in ihrem Vortrag die komplexe Baugeschichte der zum Teil über Jahrhunderte dauernden Großbaustellen in ihrer sozialen, technischen, ästhetischen und symbolischen Funktion auf.

Dr. Marion Feld,  Eschwege

Stadthalle

13.11.2012

„Philippinen – 7.107 Inseln der Kontraste“

Die Fotografen und Fotojournalisten David Hettich und Tobias Hauser bereisten die Philippinen über mehrere Jahre und haben mit ihrem neuen Vortrag ein kontrastreiches Portrait des asiatischen Landes entworfen, das die natürliche und kulturelle Vielfalt in spannenden Reportagen widerspiegelt.

Tobias Hauser, Freiburg

 

http://www.youtube.com/watch?v=uIL2GxKZgas&feature=youtu.be

Konrad-Duden-Bibliothek Multifunktionsraum

23.10.2012

„Latein – vom Leben einer toten Sprache“

In vertrauter Mischung aus Sachkenntnis, stets mit lokalen Bezügen und der ihm eigenen „hilaritas“, lateinisch für heitere Gelassenheit, erwartet uns ein lebendiger Vortrag zu einer nur scheinbar toten Sprache.

Dr. Michael Fleck, Altphilologe und Historiker

Stadthalle, Konferenzraum 2

09.10.2012

Autorenlesung: „Weimar 2012. Eine Kulturgeschichte.“

Die Autorin präsentiert ihr neuestes Werk, die erste große Kulturgeschichte Weimars seit Jahrzehnten zum „Mythos Weimar“, von  Luther über Bach zu Goethe bis zum Bauhaus und der Weimarer Verfassung.

Dr. Annette Seemann, Sachbuchautorin und Übersetzerin, Vorsitzende des Freundeskreises „Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek (GAAB) e. V.

06.05.2012 

Sonderveranstaltung im Kinocenter um 17.00 Uhr zur Einstimmung auf die Festspiele:

Film: „Anatevka“ zum gleichnamigen Erfolgsmusical „Fiddler on the Roof“, USA 1971, Regie Norman Jewison; Chaim Topol als Tevye und Norma Crane als Golde, die trotz Armut und drohender Vertreibung weder Humor noch Lebensmut verlieren.

29.04.2012 

Sonderveranstaltung im Kinocenter um 17.00 Uhr zur Einstimmung auf die Festspiele:

Film: „Tod in Venedig“ als Beispiel einer Literaturverfilmung zu Thomas Mann und dem Festspielstück „Der Zauberberg“. Das Meisterwerk Luchino Viscontis erschien 1971 in Italien und wurde verfilmt mit Musik von Gustav Mahler. Hauptrollen: Dirk Bogade als Gustav von Aschenbach, Björn Andrésen, Silvana Mangano, Marisa Berenson und Romolo Valli.

22.04.2012 

Sonderveranstaltung im Kinocenter um 17.00 Uhr zur Einstimmung auf die Festspiele:

Film: „Titanic“ mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet u. a., Regie: James Cameron, USA 1997. Ausgezeichnet mit elf Oscars.

25.03.2012

Sonderveranstaltung im Kinocenter um 17.00 Uhr zur Einstimmung auf die Festspiele:

Film: „RAN“ , Japan 1985; Buch und Regie von Akira Kurosawa. Ran (jap. „Aufruhr, Krieg, Unruhe“) ist ein Historienfilm, der den Fall eines Kriegsherren schildert, der zugunsten seiner Söhne zurücktritt. Die Geschichte adaptiert Elemente aus William Shakespeare’s „King Lear“.

 

 

KARTEN IN DER KARTENZENTRALE FÜR ALLE FILME ERHÄLTLICH.

Der Kulturbund Bad Hersfeld weist mit besonderen Kinofilmen in Zusammenarbeit mit dem Kinocenter Bad Hersfeld auch in diesem Jahr auf die Bad Hersfelder Festspielsaison hin. Hierzu findet ab sofort in der Kartenzentrale der Stadt Bad Hersfeld der Vorverkauf der Kinokarten für 4.-€ (Mitglieder erhalten 1.-€ an der Kinokasse zurück).

Stadthalle, Konferenzraum 2

27. 03. 2012, 19.30 Uhr


„Chemie - Segen und Fluch"

Der irrigen Meinung, dass Chemie überflüssig und nur schädlich ist, wird entgegen getreten. Leben ist Chemie, es beruht auf chemischen Veränderungen: das Keimen eines Sonnenblumenkerns, das Wachstum und die Blüte der Sonnenblume zeigt deutlich chemische Vorgänge in der Natur, wie sie von der Biologie beschrieben werden. Krankheiten werden mit Medikamenten (natürliche Stoffe, vollsynthetische Pharmaka) gelindert bzw. geheilt.

Unsere Werkstoffe entstammen der Natur (Holz,natürliche Bausteine) oder werden mit Hilfe chemischer Prozesse synthetisch erzeugt (Metalle aus Erzen, Glas, Beton, Silizium für die Kommunikationstechnik). Der in Erkner, nahe Berlin, erstmals produzierte Werkstoff Bakelit soll ausführlich behandelt werden. Neben dem unbestreitbaren Nutzen der Chemie (Biochemie, technische Chemie) werden auch Gefahren z. B. bei der Energieversorgung aufgezeigt, die durch Verantwortungslosigkeit und Mißbrauch zustande kommen.
Kurzum: Chemie umgibt uns in allen Bereichen. Sie ist allgegenwärtig.

Prof. Dr. Gerhard Koßmehl, Vorsitzender des Freundeskreises Chemie-Museum Erkner, ordentliches Mitglied des Wissenschaftlich-Technischen Büros Berlin.

Stadthalle Konferenzraum 2

13.03.2012, 19.30 Uhr

Burghard Bock: Rundum-Reiseimpressionen

"Israel und Palästina" (Audiovision-Show)

Fast täglich kommen Nachrichten aus Nahost. Aber Durchblick ist schwierig. Und kann man da überhaupt hinfahren? Was wollen die Leute in Israel und Palästina eigentlich? Wie kam es zu den so unterschiedlichen Interessen? - Wichtige und reizvoll-nebensächliche Sehenswürdigkeiten, die politische Lage und der Alltag von Juden, Muslimen und Christen werden ebenso zur Sprache kommen wie Hinweise darauf, warum Archäologie so wichtig ist, wie man einen Granatapfel pellt oder was Dinosaurier mit dem Oberrabbinat zu tun haben. Burghard Bock hat in Jerusalem studiert. Er ist Autor der Reiseführer „Israel und Palästina“ sowie "Palästina. Reisen zu den Menschen" der Reihe Reise Know-How.

Stadthalle

21.02.2012

Kabarettist: Michael Quast

Michael Quast studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Es folgten Engagements am Theater Ulm, am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, am Schauspiel und an der Oper Frankfurt, am Staatstheater Stuttgart, an den Hamburger Kammerspielen, am Theater Heidelberg und im Tigerpalast in Frankfurt am Main. Zugleich war Quast ab 1985 als Kabarettist mit den Soloprogrammen Satyr im Getriebe (1985), Die Wüste lebt (1989), Unter Geiern/Lovesongs (1992), Henkersmahlzeit (1995) und Hörsturz (2000) unterwegs. Quast machte sich auch mit gewitzten Adaptionen von großen Stoffen für kleine Besetzung, darunter zahlreiche Offenbach-Operetten, einen Namen. Zusammen mit Philipp Mosetter führte er Goethe. Faust I (1999, Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm), Schiller – Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne (2005, Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim zu den Schillertagen) und zusammen mit Sabine Fischmann, Theodore Ganger/Markus Neumeyer am Flügel Don Giovanni. Der komplette Wahnsinn für zwei Stimmen und ein Klavier (2006, Koproduktion mit dem MotzArt-Festival in Salzburg, eingeladen zu den Salzburger Festspielen) auf. Quast ist Mitbegründer und Protagonist des Sommerfestivals Barock am Main.

Stadthalle, Konferenzraum 3

15. 11. 2011

Dr.  Marion Feld, Kunsthistorikerin

„Konstantinopel – Byzanz – Istanbul“

Schon die Gründung dieser einzigartig gelegenen Stadt ist legendär, wie sie auch mit zahlreichen Mythen verknüpft ist. Historische Bedeutsamkeit erhielt sie aber erst seit Konstantin und als Hauptstadt zunächst des byzantinischen und dann des Osmanischen Reiches. Der Vortrag bietet nicht nur einen Überblick über die bewegte Geschichte der Stadt am Bosporus, sondern zugleich Eindrücke von der Schönheit der topographischen Lage auf zwei Kontinenten, der Fülle ihrer kunsthistorischen Denkmäler und der derzeitigen Lebenswirklichkeit einer boomenden modernen Megacity.

Stadthalle, Konferenzraum 2

29. 11. 2011

Dr. Necla Kelec (geboren am 31. Dezember 1957 in Istanbul). Sie ist eine promovierte deutsche Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin. Sie war von 1999 bis 2004 Lehrbeauftragte für Migrationssoziologie an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialpädagogik in Hamburg (Autorenlesung)

„Parallelgesellschaft in Deutschland" (Arbeitstitel)

Necla Kelek rechnet ab. Mit den Türken. Mit dem Islam. Beifallklatschen auf der einen Seite. Buhrufe auf der anderen Seite.

 Stadthalle

13. 12. 2011

Dr. Carmen Rohrbach

“Mongolei – zu Pferd durch das Land der Winde“ (Multivision)

Die Mongolei, das Land der Winde und Heimat des legendären Herrschers Dschingis Khan und des Reitervolkes der Mongolen. Wohnt dem Steppenstaat von heute tatsächlich noch jener Zauber inne, den Carmen Rohrbach seit Kindheitstagen verspürt? Die Reisebuchautorin geht der alten Sehnsucht nach zu Fuß, per Kamel und vor allem natürlich auf dem Rücken von Pferden.

Stadthalle, Konferenzraum 2

10. 01. 2012

PD Dr. Friedrich Heinemann, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim

„Droht eine Staatsverschuldung?“ oder „Ist der Staatsbankrott vermeidbar?“ (Multivision)

Dabei handelt es sich um vorläufige Arbeitstitel, die den dann aktuellen Problemen angepasst werden. Nach Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise wird es ein dann aktueller Beitrag zur Wirtschafts- und Finanzsituation Deutschlands/Europas sein.

Stadthalle, Konferenzraum 2

31. 01.2012

Dr. Wolfgang Brandes

„Hans Fallada,  Der dornige Weg eines Erfolgsschriftstellers“

(Powerpointpräsentation)

Die Titel von Falladas Romanen sind geflügelte Worte geworden: "Kleiner Mann, was nun?", "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst", "Bauern, Bonzen und Bomben". Er schrieb über das Leben der "kleinen Leute" - mit großer Detailtreue, mit Sympathie und mit Herz. Er nahm Partei für die Schwachen, aber letztlich war er ein unpolitischer Mensch. Doch sein Leben hatte auch Schattenseiten wie die Morphiumsucht und das Alkoholproblem, das er in dem Roman "Der Trinker" thematisiert. Bei wohl kaum einem anderen deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts waren Licht und Schatten derart dicht beieinander.