Wir freuen uns über Ihren Besuch und Ihre Unterstützung.

 

Dienstag, 16.01.2018 , 19.30 Uhr im wortreich Bad Hersfeld Benno-Schilde-Platz 1

Vortrag Dr. Marion Feld 

 

 

Johann Joachim Winckelmann

„Edle Einfalt, stille Größe“

 

 

Johann Joachim Winckelmann entstammte einfachen Verhältnissen und wurde am 9. Dezember 1717 in Stendal geboren. Als ein typisches Kind seiner Zeit, der Aufklärung, ist es ihm gelungen, durch Fleiß, Belesenheit und herausragende persönliche und wissenschaftliche Leistungen Anerkennung zu erlangen und schließlich auch bedeutende Aufträge zu erhalten und außergewöhnliche Posten zu besetzen. Sein Traum, Griechenland zu bereisen und das antike Olympia zu finden und auszugraben, hat sich zwar nicht erfüllt; aber ihm wurde aufgrund seiner Kenntnisse und Urteilskraft als erstem Ausländer die Betreuung der antiken Altertümer Roms anvertraut.

Noch in Dresden entstand eine erste, Aufsehen erregende Publikation, in der er u. a. der erst kurz zuvor erworbenen „Sixtinischen Madonna“ Raphaels eine der Antike verwandte „edle Einfalt und stille Größe“ zuerkannte. Seine zweibändige „Geschichte der Kunst des Altertums“ wurde in ganz Europa und Amerika rezipiert und löste einen Geschmacks- und Stilwandel aus, den wir Klassizismus nennen. Die in seinen vergleichenden Forschungen erarbeiteten Kriterien und Methoden – darunter auch der heute noch verwendete Stilvergleich und das genaue Betrachten – sowie seine sprachliche Meisterschaft setzten Maßstäbe und Grundlagen für die Entstehung der wissenschaftlichen Fachrichtungen der Altertumswissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte. Nicht umsonst wird er deshalb gerne als deren Begründer und „Vater“ bezeichnet.

Schon zu Lebzeiten bekannt und berühmt, wurde er auch von den Weimaranern – unter ihnen der junge Goethe –  sehnsüchtig erwartet, als bekannt wurde, dass er eine Reise in seine Heimat antreten werde. Doch die Reise war von Schwermut überschattet und wurde vorzeitig abgebrochen. Das Leben Winckelmanns fand am 8. Juni 1768 ein dramatisches Ende, als er auf seiner Rückreisestation Triest ermordet wurde. Nicht zuletzt aufgrund personeller Verbindungen und einiger schriftlichen Hinterlassenschaften wurden in Weimar dann die ersten deutschen Winckelmann-Ausgaben ediert und waren mit Auslöser für die sog. Weimarer Klassik, die bis heute als Namen einer Stiftung fortlebt.

Der Vortrag ist daher nicht nur eine Würdigung der Person Winckelmanns und seines Schaffens anlässlich des Doppeljubiläums (Dezember 2017 als 300. Geburtstag und Juni 2018 als 250. Todestag), sondern er gibt durch seine Lebensstationen und der mit ihm verbundenen Personen Einblick in eine Art geistiges Netzwerk der Zeit und damit Ausblick auf das Nachwirken Winckelmanns und seiner Schriften bis weit hinein ins 19. Jahrhundert – ja bis in heutige Zeiten.

Dienstag, 20.02.2018, 19.30 Uhr, Konferenzraum                                                            Stadthalle Bad Hersfeld 

Vortrag: Marx, Nietzsche und Camus, Dr. Jutta Georg, Frankfurt.

 

 

Marx, Nietzsche und Camus legen unterschiedliche Konzepte menschlicher Entfremdung vor. Bezieht sich Marx auf die entfremdete Arbeit unter kapitalistischen Produktionsbedingungen, für ihn verantwortlich für alle Spielarten der Entfremdung, so fokussiert Nietzsche in seiner Bewusstseins- und Vernunftkritik die leibfeindlichen, entfremdenden Ideologien: Metaphysik/Christentum und Moral, unter denen die Individuen gezwungen seien, gegen ihre Triebnatur zu leben. Über sie hätten sich Dekadenz und Nihilismus etabliert. Camus bindet die Entfremdung der Menschen an seinen grundlegenden Topos des Absurden, der für die Sinnlosigkeit von Leiden und Schmerz steht und ihr auf Einheit ausgerichtetes Sinnbedürfnis, in einer zerrissenen, sinnleeren und entheiligten Welt, unerfüllt lasse.  

 

 Dr. Jutta Georg, Philosophin, freie Publizistin, Autorin. Referatsleiterin in Ministerbüros der Hessischen Landesregierung, Dramaturgin der Oper Frankfurt, Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Bücher und Publikationen u. a. über Nietzsche, Freud, Simmel, Camus, Marx, Neuere französische Philosophie, Lévinas, Montaigne.

 

 

Dienstag, 20.03.2018, 19.30 Uhr

Stadthalle Bad Hersfeld, Konferenzraum 2

Vortrag: Selbstliebe,  M.Sc.TU Chemnitz Eva Henschke, Dresden

 

 

Selbstliebe

 

„Mit Sicherheit täte uns allen gut, uns ein wenig mehr selbst zu lieben und ein bisschen sorgsamer mit uns umzugehen. Uns mehr wertzuschätzen, uns mehr zu respektieren, uns besser um uns selbst zu kümmern“ (Jorge Bucay: Drei Fragen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?)

 

Die positive Beziehung zu sich selbst wird über Jahrhunderte hinweg in der Philosophie und im Buddhismus sowie im Rahmen der Wissenschaft und Psychotherapie beschrieben und in ihrer Relevanz betont. Doch was genau ist Selbstliebe? Vor dem Hintergrund meiner Promotion zeige ich, was Selbstliebe bedeuten kann – und womit sie so leicht verwechselt wird. Zur Auflösung des Tabus wird auf dieser Basis ergründet, warum Selbstliebe so bedeutsam und zentral ist.

Dienstag, 17.04.2018 , 19.30 Uhr, Gemeinderaum der Martinskirche Bad Hersfeld, Schlippental 39

Vortrag: OStDir i.R. Hans-Joachim Schmidt, Bad Hersfeld

 

 

Friedrich II. von Preußen - Aus seinem Leben und Wirken

 

Der Referent setzt kursorische Akzente in der Betrachtung dieses besonderen Lebens. Wenig Erfreuliches einer Jugendzeit, Erfahrungen mit Kriegen, Auseinandersetzung mit preußischen Idealen, sein besonderes Verhältnis im Umgang mit Frauen, Bedeutung des Landrechts und andere Facetten einer wirkungsreichen Biographie.

 

Alle Veranstaltungen beginnen in der Regel an den angegebenen Terminen jeweils um 19.30 Uhr.

Bitte beachten Sie den Veranstaltungsort am jeweiligen Tag. 

 

Weitere Informationen: T. 06621-2801 oder per Mail: info@kulturbund.eu .

 

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern, Freunden und Gästen des Kulturbundes Bad Hersfeld e.V. ganz herzlich für Ihren Besuch und Ihre Unterstützung.

 

Mit Ihrer Unterstützung werden wieder erstklassige Referenten, Schriftstellerinnen und Entdecker aus Forschung und Technik aktuelle Themen aufgreifen. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit zum Gespräch vor und nach den Veranstaltungen.

 

Bankverbindungen des Kulturbundes Bad Hersfeld e.V.:

 

Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg

IBAN: DE29 5325 0000 0001 0042 18

BIC: HELADEF1HER - oder:

 

VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg

IBAN: DE71 5329 0000 0068 089905

BIC: GENODE51BHE